Speicher erweitern mit Speicherkarte: Tipp für Tablets und Laptop

Du kannst den Speicher vieler Laptops und Tablet-PCs mit einer Speicherkarte erweitern, zum Beispiel mit einer 🛒 SD-Karte* oder 🛒 microSD-Karte*. Das ist oft auch dringend nötig: Der Speicherplatz in günstig angeschafften mobilen Dienstgeräten ist meist knapp bemessen. Was Du beim Einrichten einer Speicherkarte unter Windows beachten solltest, erkläre ich Dir in diesem Blog-Artikel.


Speicherkarte als zusätzliche „Festplatte“

Du spürst den knappen Speicherplatz besonders, wenn Du einen mobilen Laptop oder Tablet-PC als Haupt-Gerät für Job, Studium oder Schule nutzt. Wer einige umfangreiche Programme installiert und größere Dateien wie Fotos und Videos speichert, füllt die interne Festplatte schnell. Selbst bei teureren Geräten mit mehr Speicher stößt Du je nach Umfang Deiner Sammlung bald an Grenzen.

Speicherkarten können die Lösung für den Arbeits- oder Schulalltag sein. Sie gelten eigentlich als „Wechselmedien“. Das heißt: Du kannst sie in der Regel beliebig in Deinen Computer einsetzen, wieder herausnehmen und gegen eine andere Speicherkarte tauschen.

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Ich selbst habe mich dafür entschieden, meinen 🛒 Tablet-PC* mit einer festen 🛒 microSD-Karte* auszustatten und so dauerhaft den Speicher zu erweitern. Dabei trenne ich alle Daten konsequent. Mein Konzept ist ganz einfach:

  • Auf der zusätzlichen Speicherkarte landen alle eigenen Dateien, also z. B. meine Downloads, mein synchronisierter Cloud-Ordner und sogar die Inhalte auf meinem Desktop. Auch Videos, die ich als Lehrkraft in meinen Kursen oder als 👉🏻 Dozent in Fortbildungen zeigen möchte, haben auf der 🛒Speicherkarte* Platz.

Der Vorteil dieser Einteilung: Wenn ich mein Gerät wegen technischer Probleme neu installieren oder wegen eines Hardware-Defekts austauschen muss, sind meine persönlichen Dateien nicht verloren.

Speicherkarte als zweites Laufwerk im Tablet-PC
Speicherkarte als zweites Laufwerk

Die separate Speicherkarte mit allen persönlichen Daten kann ich unter der 👉🏻 neuen Windows-Installation oder mit einem neuen Gerät direkt wieder verwenden.


Welche Speicherkarten gibt es? Welche sind kompatibel?

🛒 microSD-Karten* sind so groß wie ein Fingernagel und von zahlreichen Herstellern erhältlich – je nach Speicherumfang für wenig Geld zu kaufen. Die älteren 🛒 SD-Karten* sind deutlich größer und kommen mittlerweile seltener zum Einsatz. Prüfe vor dem Kauf am besten über die Support-Seite Deines Laptop- oder Tablet-Herstellers, welche Arten von Speicherkarten zum Erweitern unterstützt werden.

microSD-Karten verschiedener Hersteller und Größen
microSD-Karten unterschiedlicher Hersteller und Größen

Die sehr beliebten Tablet-PCs 🛒 Surface Pro* und 🛒 Surface Go* haben zum Beispiel einen microSD-Kartenleser. Du kannst laut Website „SDXC-Karten mit UHS-I“ verwenden. Solche Bezeichnungen stehen meist für die Lese- und Schreibgeschwindigkeit der Speicherkarte.

Nach diesem Kürzel solltest Du dann auch beim Kauf Ausschau halten – auf der Verpackung bzw. im jeweiligen Online-Shop. Mit 🛒 microSD-Karten* von 32 GB bis zu 256 GB hatte ich bei meinen Geräten bislang keine Probleme. Größere Speicherkarten funktionieren laut einigen Nutzern manchmal nicht reibungslos.

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Wo ist der Speicherkarten-Leser überhaupt?

Wenn man es nicht weiß, muss man ein bisschen suchen: Der Speicherkarten-Leser befindet sich bei den meisten Laptops an der Seite. Manchmal steckt der Schlitz hinter einem kleinen Deckel.

Bei den 🛒 Surface-Tablets von Microsoft* findest Du das Lesegerät auf der Rückseite, und zwar geschützt unter dem aufklappbaren Ständer. Die Position spricht m. E. auch dafür, dass häufiges Wechseln der microSD-Karte bei Geräten wie dem 🛒 Surface Pro* und dem 🛒 Surface Go* nicht vorgesehen ist.

microSD-Karte im Speicherkartenleser des Surface Go
microSD-Karte im Speicherkartenleser des Surface Go

Wenn Du die 🛒 Speicherkarte* in den Kartenleser schiebst, spürst Du meist ein bisschen Widerstand von einer kleinen Feder. Sobald Du diesen Punkt überwunden hast, solltest Du ein Klickgeräusch hören: Die Speicherkarte sitzt jetzt fest und kann von allein nicht herausrutschen. Du kannst sie wieder herausnehmen, wenn Du sie nochmal leicht reinschiebst und damit die Halterung quasi entsperrst.


Dateisystem NTFS: Viele Vorteile unter Windows

Windows sollte Deine Speicherkarte nach dem Einsetzen automatisch als neuen Datenträger erkennen. Jetzt kommt es noch darauf an, mit welchem Dateisystem die 🛒 SD-Karte* oder 🛒 microSD-Karte* formatiert ist. Damit es hier nicht zu technisch wird: Das Dateisystem bestimmt quasi, auf welche Weise Dateien gespeichert werden. Bekannte Dateisysteme sind FAT32 und NTFS.

  • FAT32 gibt es schon sehr lange. Das Dateisystem ist weit verbreitet und mit vielen Geräten und Betriebssystemen kompatibel. Größter Nachteil: Dateien dürfen maximal 4 GB groß sein.
  • NTFS ist das modernere Dateisystem und Standard für PCs mit 🪟 Windows. Dateien dürfen bis zu 16 Terabyte groß sein und können sicherer verwaltet werden.

Wenn Du Deinen Speicherplatz dauerhaft erweitern willst, solltest Du das neuere Dateisystem NTFS nutzen. Du kannst die 🛒 Speicherkarte* vorab entsprechend formatieren: Klicke dazu im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf die erkannte Karte, wähle Formatieren aus und stelle als Dateisystem NTFS ein.

SD-Karte formatieren im Windows Explorer
SD-Karte formatieren im Windows Explorer

Alle anderen Parameter kannst Du in der Regel so lassen und den Vorgang dann starten. Achtung: Das Formatieren löscht alle auf der Speicherkarte vorhandenen Dateien. Das sollte nur ein paar Sekunden dauern.


Tipps zum Einrichten der Speicherkarte unter Windows

Du kannst den Speicherplatz auf der frisch formatierten 🛒 Speicherkarte* direkt nutzen und Dateien darauf ablegen. Du findest sie im Windows Explorer als eigens Laufwerk (s.o.). Überlege Dir, welche Ordnerstruktur sinnvoll sein könnte, um Deine Dateien auf der Karte wiederzufinden. Die folgenden Tipps möchte ich Dir außerdem noch mit auf den Weg geben:

  • Wer Deine Speicherkarte stiehlt, hat Zugriff auf alle darauf gespeicherten Dateien. Deshalb solltest Du die Inhalte auf allen Laufwerken verschlüsseln – übrigens auch auf Deinem Gerät selbst. Dafür gibt es unter Windows die Funktion BitLocker. Ich stelle sie Dir 📙 in meinem Praxishandbuch „Microsoft 365 Education“ ausführlich vor.
  • Ich habe es oben schon beschrieben: Bestimmte Systemordner lagere ich prinzipiell auf die 🛒 microSD-Karte* aus, damit sich die interne Festplatte nicht unnötig füllt. Dazu gehören zum Beispiel die Ordner Downloads und Desktop. In meinem 📘 Windows-Handbuch für Einsteiger erkläre ich Dir Schritt für Schritt, wie Du solche Ordner dauerhaft verschieben kannst.
  • Außerdem nutze ich die Microsoft-Cloud OneDrive für alle wichtigen Dateien. Den synchronisierten Ordner für die Offline-Nutzung habe ich ebenfalls auf die Speicherkarte ausgelagert. Eine Anleitung zur Einrichtung und Nutzung von OneDrive findest Du ebenfalls in meinem Buch.

Wenn Du die 🛒 Speicherkarte* einmal wie beschrieben eingerichtet hast, musst Du Dich um den Speicherort als solches nicht mehr sorgen. Nun hast Du auf Deinem Laptop oder Tablet-PC viel zusätzlichen Platz für Dateien aller Art – auch für multimediale Inhalte wie Fotos, Videos und Musik.

Übrigens: Man muss natürlich nicht alle Dateien zwingend auf dem mobilen Gerät unterbringen. Für größere Video-, Foto- und Musiksammlungen bieten sich zu Hause stattdessen andere Speicherlösungen an, zum Beispiel ein 🛒 NAS (Netzwerkfestplatte)*. Darauf kannst Du dann von allen Geräten im Haushalt aus zugreifen.

Welche Erfahrungen hast Du mit Speicherkarten als zusätzlichem Speicherplatz gemacht? Welche Tipps kannst Du uns für die Nutzung noch mit auch den Weg geben? Ich freue mich über Deine Meinung als Kommentar unter diesem Artikel!

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