Dienstgeräte für Lehrer: Gute Technik bleibt Glückssache

Dienstgeräte für Lehrer: Gute Technik bleibt Glückssache [Kommentar]

Zwischenzeitlich schien es, als hätten nahezu alle Lehrkräfte in Deutschland ein Dienstgerät für die Schule bekommen. Viele von ihnen waren anfangs sogar dankbar und zufrieden mit ihren Tablets und Laptops. Corona sei Dank!

Die große Anschaffungswelle ist mittlerweile ein paar Jahre her. Ob die Geräte irgendwann gegen aktuelle Modelle ausgetauscht werden, liegt meist im Ermessen des Schulträgers vor Ort – und steht wegen der aktuellen Finanzlage vielerorts in den Sternen. Da macht auch der angekündigte Digitalpakt kaum Hoffnung.

Ehrlicherweise waren viele Dienstgeräte damals schon veraltet und schwachbrüstig: Kleiner Bildschirm, lahmer Prozessor, überschaubarer Speicherplatz. Die meisten Lehrer*innen können jedenfalls so bald nicht mit einem aktuellen Laptop oder Tablet rechnen – und schon gar nicht mit einem festen IT-Support, der sich um die Technik kümmert.

Sowas gäbe es in keinem vergleichbar großen Unternehmen, oder?

Was bisher geschah – und was nicht …

Erinnerst Du Dich an das vollmundige Versprechen, dass alle Lehrer*innen in Deutschland ein Dienstgerät bekommen sollten? Dieses Ziel wurde im August 2020 ausgerufen – bei einem „Schulgipfel“ von Bundes- und Landesregierungen im Kanzleramt.

Damals hatte die Corona-Pandemie schonungslos offengelegt, wie dürftig die technische Ausstattung in Schulen war. Flächendeckender Online-Unterricht war im Endeffekt nur mit privat angeschafften Geräten möglich – wenn überhaupt.

"Dienstlaptops für Lehrer? Ja, irgendwann ..." - SPIEGEL, 11.11.2020
„Dienstlaptops für Lehrer? Ja, irgendwann …“ – SPIEGEL, 11.11.2020

Schließlich gab es Lieferschwierigkeiten bei Tablets und Laptops – auch wegen der weltweiten Ausnahmesituation. So wurde das Ziel der Politik zunächst verfehlt: Ende 2021 gab knapp ein Drittel der Lehrkräfte an, immer noch kein Dienstgerät für die Schule erhalten zu haben.

Meine regelmäßigen Online-Umfragen waren natürlich nicht repräsentativ, aber eine glaubwürdige Momentaufnahme. Die Angaben deckten sich jedenfalls mit vielen Erfahrungsberichten aus Schulen.

Erst Mitte 2022 konnte ich eine Trendwende feststellen. Tatsächlich kamen immer mehr Dienstgeräte in der Lehrerschaft an. Ein Jahr später gaben fast 9 von 10 Teilnehmenden an, einen Laptop oder Tablet-PC für die Schule erhalten zu haben. An diesem Stand hat sich bis heute offenbar nichts geändert, wie dieses Stimmungsbild bei Threads zeigt:

Auf Threads ansehen

Andersherum gelesen: Jede zehnte Lehrkraft bekommt offenbar kein Dienstgerät zur Verfügung gestellt. Laut der Kommentare scheint das vor allem von der betreuenden Kommune abzuhängen – oder ist es einfach Glückssache?

Neue Geräte, neue Probleme

Die Kommentare im Internet offenbaren damals wie heute noch weitere Missstände. Immer mehr Lehrer*innen kritisieren neben der kaum brauchbaren Ausstattung vor allem die unzureichende Verwaltung der Dienstgeräte.

Auch in persönlichen Nachrichten, bei Gesprächen mit Verantwortlichen und während meiner Fortbildungen an Schulen bekomme ich nach wie vor viel Unzufriedenheit mit.

Stark eingeschränkte Rechte auf Dienstgeräten

Das ist einer der meistgenannten Kritikpunkte: Viele Tablets und Laptops seien nur eingeschränkt nutzbar, teilweise bis zur Unbrauchbarkeit limitiert. Vor allem externe Dienstleister sperren oft grundlegende Funktionen – angeblich um die Geräte sicher und verlässlich betreuen zu können.

Die Konsequenz: Lehrende können bevorzugte Apps und Programme nicht selbst installieren und unkompliziert ausprobieren. Sie können bereits vorhandene Benutzerkonten nicht einrichten und nicht wie gewohnt auf ihr bestehendes Unterrichtsmaterial in der Cloud zugreifen.

Zudem seien die Geräte oft nicht kompatibel mit vorhandener Schulverwaltungs-Software. Seit Jahren bewährte PC-Programme gibt es zum Beispiel nicht für iPads. Auch die in einigen Bundesländern entwickelten und meist web-basierten Lehr- und Lernplattformen lassen sich darauf nur mit Einschränkungen nutzen.

Für die gewünschte Akzeptanz neuer Technologien ist das ein Riesen-Dämpfer. Man traut Lehrkräften offenbar pauschal nicht zu, sachgerecht mit den Dienstgeräten umzugehen.

Die Folge: Wer nicht unkompliziert auf seine Inhalte zugreifen kann und neue Tools nicht einfach mal ausprobieren darf, verliert eben schnell die Lust an der Technik. Beim Thema KI erleben wir es gerade ja auch schon wieder. So wird das jedenfalls nix mit Medienkompetenz.

Ein iPad allein reicht eben nicht!

Ein großer Teil der Lehrer*innen gibt an, ein iPad als Dienstgerät erhalten zu haben – meist in der günstigsten Standard-Version mit wenig Speicherplatz. Das für Schulzwecke elementare Zubehör wie Tastatur und Stift müssen sie häufig selbst anschaffen.

Die Tablets von Apple gelten als handlich. Dank riesiger App-Auswahl sind sie vielseitig im Unterricht einsetzbar, mindestens zum Präsentieren vorbereiteter Inhalte. Auch viele Anwendungen in Microsoft 365 Education kannst Du auf dem iPad nutzen.

Doch die Tablets mit dem kleinen Bildschirm reichen vielen nicht als alleiniges Dienstgerät. Also nutzen sie zu Hause ihren selbst angeschafften Windows-PC oder Mac mit größerem Monitor, um Unterricht vorzubereiten, Arbeitsblätter zu erstellen und sich digital zu organisieren.

Die Übertragung der Inhalte von Gerät zu Gerät kostet dann zusätzlich Zeit und Arbeit – vor allem wenn die Nutzung bewährter Cloud-Lösungen nicht gestattet ist.

Dazu kommt: Manche Schulträger geben ausschließlich iPads aus. Weil ihre Schulen vor Ort aber kein stabiles WLAN oder gar kein Internet haben, sind die Tablets kaum nutzbar.

Ebenfalls verbreitet waren anfangs das Surface Pro bzw. das kleinere Surface Go von Microsoft. Letzteres hat das US-Unternehmen zwar gezielt im Bildungsbereich positioniert, aber eigentlich als Modell für Schüler*innen. Ein ernstzunehmendes Dienstgerät war das leistungsschwache Surface Go für viele ebenfalls nicht.

In einem separaten Blog-Artikel stelle ich die Vorteile und Nachteile von iPad und Surface gegenüber – speziell mit Blick auf den Schulalltag.

Kaum eine Rolle spielen hierzulande Tablets mit dem mobilen Betriebssystem Android. Anders als zum Beispiel in den USA haben sich auch die Chromebooks von Google an deutschen Schulen nicht durchgesetzt, obwohl sie recht günstig sind.

Schwache Hardware für mehrere Schuljahre

Natürlich gibt es noch viele weitere PC-Hersteller, deren Geräte für Lehrende in Frage kommen – von HP bis Lenovo, von Acer bis ASUS. Die meisten davon werden mit Windows als Betriebssystem ausgeliefert, oft auch mit den vorinstallierten Office-Programmen von Microsoft.

Doch die Kommunen müssen oder wollen sparen – meist am falschen Ende. Sie schaffen für ihre Lehrer die aktuell günstigsten Laptops an. Mittlerweile weiß man, dass dabei die vorhandenen Mittel aus dem Digitalpakt oft gar nicht ausgeschöpft wurden.

Deshalb sind jedenfalls immer noch leistungsarme Geräte mit kleinem Arbeitsspeicher und altem Prozessor im Umlauf. Die Laptops brauchen ewig beim Hochfahren und gehen bei mehreren geöffneten Programmen in die Knie. Solche Verzögerungen können sich Lehrer*innen im laufenden Unterricht schlicht nicht leisten.

Auch der knapp bemessene Speicherplatz führt zu Frust. Wer ein Tablet mit 32 GB oder einen Laptop mit 64 GB bekommt, stößt bei installierten Apps, umfangreichem Unterrichtsmaterial sowie Präsentationen mit Fotos und Videos schnell an Grenzen.

Zukunftsfähig waren solche Anschaffungen schon damals kaum – zumal sie meist auf fünf Jahre angelegt waren. Manchen Lehrkräften graut es regelrecht davor, die kommenden Schuljahre mit der veralteten Technik verbringen zu müssen.

Immerhin: Bei meinen Fortbildungen in Schulen stoße ich mittlerweile fast durchgängig auf Smartboards und digitale Tafeln. In einer ausführlichen Anleitung zeige ich Dir, wie Du Dein Dienstgerät im Klassenzimmer mit dem externen Bildschirm verbindest.

Kaum Schulungen, kaum IT-Support

Die Kritik geht noch weiter: Viele Lehrkräfte fühlten sich mit der Einrichtung der Geräte allein gelassen. Plötzlich bekommen sie ein Tablet oder einen Laptop in die Hand gedrückt. Nur selten gibt es dazu eine passende Anleitung oder entsprechende Fortbildungen, die den Bedürfnissen von Schule und Unterricht gerecht werden.

Manche Kolleg*innen behelfen sich untereinander. Sie tauschen ihre Praxis-Tipps zwischendurch im Lehrerzimmer aus oder treffen sich außerhalb der Unterrichtszeit. Mein Eindruck: Erfahrene PC-Freaks sind im Kollegium so beliebt wie nie.

Einige Schulen übernehmen die Verwaltung der angeschafften Laptops und Tablets immer noch komplett selbst. Diesen zusätzlichen Aufwand decken dann engagierte Lehrkräfte ab. Statt zu unterrichten, leisten sie innerhalb ihrer regulären Arbeitszeit IT-Support. Dafür erhalten sie im besten Fall etwas Entlastung oder ein Dankeschön.

Zufriedener sind Schulen, die im Hintergrund auf einen professionellen IT-Dienstleister setzen können. Das sollte möglichst ein Unternehmen sein, das Erfahrungen im Bildungsbereich hat und die Bedürfnisse von Schulen kennt. Zu oft sprechen Lehrer*innen und Techniker*innen nämlich nicht dieselbe Sprache.

Unsicherheit bei rechtlichen Fragen

Einige Lehrer*innen haben mir von abschreckenden Verträgen berichtet, die sie bei der Aushändigung der Technik unterschreiben sollten. Zudem war vielen unklar, ob die Nutzung extern kontrolliert wird und wer bei Schäden für Ersatz oder notwendige Reparaturen haftet. Im Zweifel verzichteten manche dann auf die notwendige Unterschrift – und damit auf ihr Dienstgerät.

Im Schadensfall sind auch Ersatzgeräte selten vorgesehen – wegen fehlender Mittel. Wer einen Defekt hat, hat dann eben Pech gehabt – so die häufige Auskunft.

Auch Referendare und neue Kolleg*innen an Schulen werden oft nicht mehr berücksichtigt, wenn sie die erstmalige Verteilung von Laptops und Tablets verpasst haben.

Ein weiterer Dauerbrenner verunsichert Schulen: Beim Thema Datenschutz sind seit Jahren immer noch viele Fragen offen. Entweder gibt es übervorsichtige Maßgaben – oder gar keine Richtlinien, welche Daten auf den Dienstgeräten gespeichert oder anderweitig genutzt werden dürfen. Die wachsende Verbreitung von KI-Tools macht die Situation gerade nicht einfacher.

Fazit: Dienstgeräte als teure Briefbeschwerer?

Die obigen Einschränkungen und Unsicherheiten führen immer noch dazu, dass angeschaffte Laptops und Tablets ungenutzt bleiben. Einige Lehrkräfte lassen ihr Dienstgerät originalverpackt im Regal liegen – oder lassen es sich gar nicht erst aushändigen.

Die meisten Lehrer*innen in meinem Umfeld behelfen sich stattdessen selbst und nutzen ein privat angeschafftes Gerät, mit dem sie vertraut sind und alle bewährten Möglichkeiten für Schule und Unterricht haben.

Viele kaufen sich ihr Wunsch-Gerät und nötiges Zubehör auf eigene Kosten und geben den Kauf dann in ihrer Steuererklärung an. Das ist zwar nicht Sinn der Sache, schont aber offenbar viele Nerven.

Mich wundert jedenfalls nicht, dass viele Lehrer*innen lieber mit ihren privaten, meist flotteren Geräten arbeiten. Es gibt leider keine verlässlichen Erkenntnisse darüber, wie viele Tablets und Laptops aktuell nur „teure Briefbeschwerer“ sind. Ich weiß aber von mehreren Schulkellern, in denen die damals angeschafften iPads kistenweise verstauben. Wie schade!

Wie sind Deine Erfahrungen mit der Vergabe von Dienstgeräten? Hast Du einen ausreichenden Tablet-PC oder Laptop erhalten? Wie zufrieden bist Du aktuell mit der Ausstattung und der Betreuung? Ich freue mich wie immer über Deinen Kommentar unter diesem Artikel!

Mit einem alten und ungenutzten Surface-Tablet kann man jedenfalls noch eine ganze Menge anstellen. Hier ein paar Ideen:

  • Diplom-Journalist & Medientrainer
  • Experte für Microsoft 365 (Education)
  • 26 Jahre Erfahrung als Dozent
  • mehrfacher Bestseller-Autor
  • seit 2015 Microsoft MVP & MIE Expert
Stefan Malter mit Copilot+ PC

14 Kommentare zu „Dienstgeräte für Lehrer: Gute Technik bleibt Glückssache [Kommentar]“

  1. Hallo Stefan,
    ich bin in Baden-Württemberg gerade von einer Privatschule mit tollen Dienst-iPads an eine öffentliche Schule versetzt worden, dort bin ich nun Teil des IT-Teams, da ich viel mit dem Dienstgerät gearbeitet habe und nun als „Profi“ gelte.
    Bei dem Versuch nun beim Schulträger, der Gemeinde, Dienstgeräte für die Lehrer zu beschaffen wurde uns mitgeteilt, dass es nicht die Aufgabe ist, die Lehrer auszustatten, sondern nur die Schule bzw. eben die Schüler, da deren Etat pro angemeldeter Schüler berechnet wird.
    Beim Digitalpakt haben wir unsere Handvoll Lehrer (vor meiner Zeit), die noch keinen Computer (!!!) besaßen, mit Dienst-Laptops ausgestattet. Damals wurde das Geld nicht ausgeschöpft, aber daran sieht man, in welcher Steinzeit meine Schule arbeitet.

    Gibt es aktuell (Stand Oktober 2023) eine Möglichkeit außer über die Gemeinde noch Dienstgeräte für Lehrer an öffentlichen Schulen in Baden-Württemberg zu erhalten? Wenn ich google und suche und wieder google kommen mir nur abgelaufene Inhalte über den Digitalpakt unter die Finger. Kannst du mir helfen?

    Liebe Grüße
    Stefanie aus Salem am Bodensee

    Antworten
    • Hallo Stefanie, herzlichen Dank für Deine Nachricht und Dein Vertrauen! Die Situation an Schulen in Deutschland ist ja wirklich sehr unterschiedlich. Für gute Vorschläge würde ich Dir empfehlen, auf die Weisheit der Masse zu setzen und Deine Frage mal in der Lehrer-Community zu stellen. In meiner sehr netten Facebook-Gruppe tummeln sich mittlerweile mehr als 3.000 Lehrkräfte aus allen Ländern. Dort hat sicher der ein oder andere noch eine Idee, was Du für eine bessere Ausstattung tun könntest. Toi toi toi & viele Grüße!

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  2. Hallo,
    Ich musste gerade beim Lesen tatsächlich gerade sehr grinsen, da der „teure Briefbeschwerer “ zu 100% auf mich und mein Dienst-iPad zutrifft: zu klein, zu wenig kompatibel mit smartboard, zu wenig Speicherplatz, kein mitgelieferten Stift etc.
    Das Tablet wird also einzig und allein für netflix auf langen Autofahrten genutzt, und um mal ne neue App auszuprobieren… Das war’s dann auch schon.
    Auf diesen blogeintrag bin ich nur gestoßen, weil ich mir jetzt einen neuen Laptop kaufen werde, mit großem Bildschirm, gängigen Officeprogrammen und kompatibel mit den im Klassenzimmer vorhandenen anderen Geräten…
    Ich habe lange versucht, es zu vermeiden, aber es hat keinen Sinn.
    Eine RIESEN Verschwendung von Ressourcen, diese Tablets!

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    • Hach Sabine! Vielen Dank, dass Du diesen Eindruck auch nochmal aus Erfahrung bestätigst. Mittlerweile höre ich immer öfter davon, dass Lehrkräfte unzufrieden mit ihren sehr eingeschränkten iPads sind. Wenn man ernsthaft mit den Geräten arbeiten möchte, sollte man sich eben doch für ein vollwertiges Betriebssystem entscheiden. Wenn’s nicht alles so traurig wäre … Viele Grüße!

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  3. Hallo, ich bin seit 05.23 LiV und wollte einmal nachfragen, wie das abläuft. Wo „meldet“ man sich um ein solches Endgerät zu erhalten oder geschieht das automatisch?

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    • Guten Abend aus Dortmund! Für die Anschaffung sind meist die Schulträger bzw. die Schulen selbst verantwortlich. Am besten fragen Sie mal direkt bei Ihrer Schulleitung nach, inwiefern auch für Sie ein Dienstgerät zur Verfügung steht. Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg. Beste Grüße, Stefan Malter

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  4. Moin, nachfolgendes paßt nicht 100%, da Schweden, nicht Deutschland. Will aber trotzdem kurzen Einblick geben, wie das bei uns (öffentliche Schule, Mittelschweden) läuft.
    1. Kommune entscheidet welche Geräte, Programme etc. und stellt auch den grundlegenden IT- Support. Private Geräte sind nicht erlaubt, auch bei gewissen (class-managment) Programmen gibt es Einschränkungen.
    ALLE MS-office education Programme uvm. sind vorinstalliert. Auch komplette, zentrale Schülerverwaltung, Schüler-infoprogramme etc.
    2. Lehrer: Alle bekommen jedes 3. Jahr einen neuen Laptop, oft HP/Dell etc, mittlerer bis guter Standard. Das ist absolut ausreichend.
    3. Schüler: Alle Schüler ab der 2. Klasse haben einen kleinen Laptop mit Win10, allen Office Programmen uvm. Nicht gerade die Leistungsfähigsten Geräte, aber es geht so gerade. Bis Ende der sechsten bleibt das Gerät in der Schule, danach dürfen die SuS das mit nach Hause nehmen. Kaputte Geräte ersetzt die Schule, großer Kostenfaktor.
    4. Netz, im g.u.g. haben alle Schulen einen guten, schnellen Netzzugang. Bei uns läuft noch alles, auch wenn über 400 Schüler plus Lehrer eingeloggt sind.
    5. Kommunikation: Lehrer-Lehrer-> Alles läuft per Mail, vorgegeben.
    Lehrer-SuS -> bei uns entweder merkwürdige Kommunenanschaffung- Unikum, sehr anstrengendes Programm. Oder aber eben per TEAMS und/oder OneNotes. Das geht ganz gut, wobei es aber leider noch nicht 100% schulgerecht ist.
    6. Ich selbst..Bei mir geht viel Outlook, sehr viel über TEAMS, dazu mehrere Lehrer-verwaltungsprogramme, wie ich das nenne, z.B. TeacherStudio, neu jetzt Teachino und als Terminverwaltung EpimPro. Hab noch nicht das 101 % gefunden, wer suchet, der findet.
    Grüße nach D.

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    • Hallo Niels, ganz herzlichen Dank für diesen ausführlichen Einblick. Ich finde ja den Blick über den Tellerrand immer sehr spannend und glaube, dass wir einiges aus anderen Ländern lernen können. Alles Gute!

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  5. Hallo,
    wir haben jetzt auch endlich unsere Dienstgeräte erhalten. Jetzt habe ich ein Problem und vielleicht kann mir einer weiterhelfen:
    Und zwar arbeite ich zuhause mit einem Surface und den Officeprogrammen. In der Schule haben wir IPads erhalten. Wenn ich zuhause in OneNote arbeite und am nächsten Tag in der Schule das OneNote auf den IPad aufmache (mit dem gleichen Account), dann ist es nicht synchronisiert. Also am Surface ist es drin, aber im IPad nicht. Und ich bekomme es auch nicht hin. Weiß jemand warum das so ist?
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Katharina

    Antworten
    • Ferndiagnosen sind ja nicht ganz einfach. Bist du denn in der Schule mit dem WLAN verbunden, damit OneNote alle Inhalte aufs iPad herunterladen kann? Gibt es irgendeine Beschränkung in Eurem Netzwerk? Hast du mal probiert, die Inhalte schon am Abend vorher zu Hause aufs iPad zu synchronisieren?
      Wenn Du darüber hinaus noch Fragen oder Probleme hast, könntest Du mal unsere Online-Community bei Facebook fragen:
      https://www.facebook.com/groups/microsoft365de

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      • Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ja im Lehrerzimmer ist WLAN, aber auch zuhause im WLAN funktioniert die Synchronisierung nicht wirklich. Hab schon mehrere private Leute gefragt und keiner hatte eine Lösung gefunden.
        Aber grundsätzlich müsste es doch gehen oder? Bin zuhause und auf dem IPAD mit dem gleichen Office Account angemeldet.
        LG

      • Ja, das ist grundsätzlich der Sinn der Sache, dass Du alle Inhalte auf allen Geräten aktuell halten kannst und zur Verfügung hast. Schau doch auch gerne mal in OneNote Online in der Cloud nach, ob dort alles korrekt angekommen ist. Das sollte bei der Fehlersuche helfen. Und sonst: iPad-App mal zurücksetzen und OneNote dort neu einrichten.

  6. Bei der Montessori-Schule in Dachau, für die ich als Systemverwalter arbeite, haben wir die Lehrer entscheiden lassen, ob sie ein 13″-Convertible (Dell Latitude 5320), ein 14″-Notebook (Dell Latitude 5420) oder ein iPad haben wollten. Die entsprechenden Geräte habe wir dann besorgt. Eine Apple-affine Lehrerin hat die iPads eingerichtet und ich habe die Windows-Geräte wegen automatischer Programminstallationen zwar in unsere Schulnetz-Domäne integriert, jedoch mit Hilfe eines Skriptes lokale Benutzerkonten für die Lehrer eingerichtet und die Rechner dann so vorbereitet, dass die Lehrer innerhalb und außerhalb des Schulnetzes mit vorkonfiguriertem M365 mit den Geräten sehr bequem arbeiten können. Insgesamt habe ich sehr positive Rückmeldungen erhalten.

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  7. Hallo Stefan,

    eine sehr gute Gegenüberstellung der Möglichkeiten.
    Ich habe mir auch Gedanken um das „richtige“ Gerät gemacht und muss sagen, so einfach und simpel wie man auf den ersten Blick denkt, ist es leider gar nicht. Wir als Lehrkräfte brauchen die eierlegende Wollmilchsau … leider schafft kein „Hardwareuniversum“ das so wirklich.

    Viele Grüße
    Tino von smart classroom

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