Technik-Set für Seminare und Präsentationen: Tipps für Hardware

Welche Technik solltest Du als Dozent, Trainer oder Lehrer in der Tasche haben? Welches Zubehör brauchst Du, um möglichst überall Unterricht durchzuführen, Seminare zu gestalten und Präsentationen halten zu können?

In diesem Beitrag stelle ich Dir mein mobiles Technik-Set für Fortbildungen und Vorträge vor. Ich hoffe, dass Du im Einsatz vor Ort von meinen persönlichen Empfehlungen profitieren kannst.

Mein Technik-Set – mobil, flexibel, erschwinglich

Als Dozent und Medientrainer bin ich mittlerweile in ganz Deutschland unterwegs, teilweise auch darüber hinaus. Meine Fortbildungen für Einsteiger drehen sich meist um den produktiven Einsatz digitaler Tools in Schulen und Firmen. Dabei habe ich mich aktuell auf Software-Lösungen wie Microsoft 365, OneNote und PowerPoint spezialisiert.

Daher bin ich bei Schulungen auf Technik angewiesen. Die Hardware muss in verschiedenen Konstellationen vor Ort möglichst verlässlich funktionieren. Was mir als Dozent und Trainer wichtig ist:

  • Ich möchte wahlweise mit dem Auto oder mit der Bahn anreisen können. Mein Technik-Set für Seminare muss deshalb mobil und leicht sein. Das Zubehör sollte in der Tasche so wenig Raum wie möglich einnehmen.
  • Ich möchte vor Ort flexibel sein. Egal ob Smartboard, Beamer oder großer Fernseher: Schulen und Firmen nutzen teilweise unterschiedliche Präsentationstechnik. Mit einer Auswahl von Kabeln und Adaptern konnte ich bisher in jedem Seminarraum und jedem Klassenzimmer eine gute Lösung finden.
  • Meine Technik soll möglichst ad hoc funktionieren. Ich möchte stressfrei in eine Schulung starten – ohne vorher wegen streikender Hardware ins Schwitzen zu kommen.

Gute Vorbereitung ist kein Luxus!

Jede Vorbereitung beginnt mit einem ausführlichen Vorgespräch. Dazu gehört nicht nur die inhaltliche Vorbereitung der Fortbildung. Ich lasse mir von jedem Auftraggeber beschreiben, welche Technik-Ausstattung vorhanden ist:

  • Gibt es im Raum einen Bildschirm oder Projektor mit HDMI-Anschluss?
  • Gibt es einen Internetanschluss? Ist das WLAN schnell und stabil?
  • Welche Geräte haben die Teilnehmenden der Schulung zur Verfügung?
  • Brauchst Du Lautsprecher zum Abspielen von Musik oder Videos?

Je besser ich die technischen Voraussetzungen der Schule oder Firma kenne, desto besser kann ich mich auf die Gegebenheiten vor Ort einstellen und ggf. noch notwendige Kabel oder Adapter besorgen.

Selbstverständlich checke ich die Funktionsfähigkeit meiner Geräte vor jeder Schulung. Das alles gehört zum Beispiel dazu:

  • Akkus aufladen, ggf. Batterien wechseln
  • Benutzerkonten und notwendige Apps zurücksetzen
  • Präsentationen und Beispieldateien auf dem Gerät speichern, nicht nur in der Cloud

Je nach Thema des Seminars spreche ich auch ab, ob die Teilnehmenden ihre Geräte in irgendeiner Form vorbereiten sollten. Dazu gehören zum Beispiel Updates von Microsoft Office oder das Installieren der OneNote-App auf dem iPad. Das kann im Workshop selbst viel Zeit sparen und Nerven schonen.

Mein wichtigster Tipp: Ich plane immer ein, dass ich mindestens eine Stunde vor Beginn in der Firma oder Schule ankomme. So habe ich vor Ort ausreichend Zeit, den Seminarraum kennenzulernen und die vorhandene Hardware auszuprobieren. Ich möchte stressfrei sicherstellen, dass mein Technik-Set für die Fortbildung reibungslos funktioniert. Alles andere wäre ärgerlich und peinlich!

Tablets mit Zubehör im Überblick

In den folgenden Abschnitten liste ich den Inhalt meiner Trainer-Tasche auf. Zum Abgleich siehst Du alle Teile auch oben auf dem Foto zu diesem Blog-Artikel. Das komplette Zubehör passt problemlos in eine kleine Kulturtasche.

Surface Go mit Type Cover und Surface Pen

Das Surface Go 2 hat sich zum verlässlichen Begleiter für alle Situationen etabliert. Ich nutze das Modell mit dem stärksten Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Speicherplatz.

Die Rechnerleistung meines Surface Go reicht völlig aus, um animierte Präsentationen zu zeigen, Office-Programme zu nutzen, Internetseiten aufzurufen und Videos zu starten. Das kleinste Tablet von Microsoft ist außerdem handlich und leicht. Ich kann es mit einer Hand festhalten und mich damit bei Bedarf durch Seminarraum und Klassenzimmer bewegen.

Microsoft Surface Pro mit Surface Pen

Microsoft Surface

Das hochwertige Tablet punktet mit Rechen-Power und vollwertigem Betriebssystem:

Das beliebtere Surface Pro dagegen ist mir für den mobilen Einsatz schlicht zu groß und zu schwer. Ich nehme aber meist dessen Netzteil mit, weil es einen USB-Anschluss zum Aufladen anderer Geräte hat.

Das Type Cover ist aus meiner Sicht ein elementares Zubehör fürs Surface Go. Mit der Ansteck-Tastatur wird das Tablet zum kleinen Laptop. Außerdem schützt es das Display beim Transport vor Kratzern.

Vor allem bei Schulungen für Lehrer*innen spielen die Handschrift-Funktionen der Microsoft-Apps eine große Rolle. Um diese im Seminar vorführen zu können, habe ich auch den Surface Pen als digitalen Stift immer dabei.

Außerdem kann ich das Mini-Tablet bequem im Zug und im Hotel nutzen, falls ich für mehrere Schulungstage anreise. Deshalb kann ich das günstige Surface Go – je nach Ausstattung – guten Gewissens empfehlen.

iPad Air mit Smart Keyboard Folio

Es ist kein Geheimnis, dass das iPad von Apple einerseits sehr beliebt ist und in vielen Schulen zum Einsatz kommt. Manche Schulträger haben ihre Lehrer*innen und Schüler*innen flächendeckend mit den Tablets ausgestattet. Andererseits ist das Betriebssystem iPadOS doch sehr eingeschränkt. Auch die mobilen Apps haben meist weniger Funktionen als die bewährten Desktop-Programm für Windows.

Weil nun mal viele Schulen mit den Apple-Tablets arbeiten, nehme ich bei Bedarf mein iPad Air mit zu Seminaren. Als Zubehör habe ich das passende Smart Keyboard Folio, den Apple Pencil 2 und das USB-C-Ladegerät in der Tasche. Manche Einrichtungen wünschen sich sogar explizit Seminare dazu. Andere möchten das Zusammenspiel der verschiedenen Geräte thematisieren. Schließlich nutzen viele Lehrkräfte zu Hause einen Windows-PC zum Erstellen von Unterrichtsmaterial.

Einige Schulen und Firmen verfolgen zudem das Konzept „BYOD – Bring Your Own Device“. Dann bringen alle ihr eigenes Gerät mit ins Büro oder in den Unterricht, so dass unterschiedliche Betriebssysteme zum Einsatz kommen. In einem früheren Blog-Artikel erfährst Du mehr über die Unterschiede der beiden Tablet-Modelle iPad und Surface.

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Zubehör zum Präsentieren des Bildschirms

Tatsächlich stoße ich in vielen Schulen mittlerweile auf digitale Tafeln verschiedener Hersteller. In Konferenzräumen sind oft einfach große Fernseher installiert. Je nach Modell klappt die Verbindung mit meinem Tablet reibungslos.

Um meinen Bildschirm im Seminarraum oder Klassenzimmer zu zeigen, habe ich in der Regel zwei Möglichkeiten: Ich kann mich wahlweise per Kabel oder drahtlos verbinden.

  • Eine Verbindung per Kabel ist stabiler. Vor allem das Übertragen von Videos und animierten Inhalten läuft dann flüssig. Dein Gerät ist dann aber im wahrsten Sinne des Wortes gebunden – an die digitale Tafel nämlich.
  • Bei einer drahtlosen Verbindung kann ich mich mit dem Tablet frei im Raum bewegen. Multimediale Inhalte ruckeln allerdings oft. Je nach Adapter und Geräte-Konstellation kann die Verbindung zwischendurch abbrechen.

In diesem Video aus meinem YouTube-Kanal erfährst Du mehr über die Vorteile und Nachteile der beiden Verbindungsarten:

HDMI-Kabel mit USB-Hub

Jedes Smartboard, jeder modernere Beamer und so ziemlich jeder Fernseher hat mittlerweile einen HDMI-Eingang. Oft ist auch schon das passende Kabel vorhanden.

Ich habe immer ein eigenes HDMI-Kabel in ausreichender Länge in meinem Technik-Set dabei. Achte beim Kauf darauf, dass das Kabel mindestens die Bildschirmauflösung 4K unterstützt, damit es zukunftsfähig ist.

Mein Surface Go 2 und das iPad Air haben allerdings gar keinen HDMI-Ausgang. Um flexibel zu sein, habe ich deshalb auch einen USB-Hub in der Tasche. Dieser kleine und praktische Adapter erweitert die Tablets um weitere Anschlüsse. Mein USB-Hub unterstützt zum Beispiel USB-A, USB-C und HDMI. So kann ich zusätzlich zum Bildschirm noch weitere Geräte anschließen, zum Beispiel ein USB-Mikrofon oder einen Presenter (s. u.).

Wireless Display Adapter im Technik-Set

Schulen, die auf iPads setzen, nutzen zum Projizieren im Klassenzimmer oft die Streaming-Box Apple TV. Manche Smartboards haben die dazugehörige Drahtlos-Technologie AirPlay bereits integriert. Dann kannst Du Dein Tablet besonders einfach mit dem großen Bildschirm verbinden.

Miracast heißt die Technologie, die mittlerweile viele Windows– und Android-Geräte unterstützen. Das gilt zum Beispiel für alle Laptops und Tablets der Surface-Reihe von Microsoft. Auch dieser Drahtlos-Standard wird häufig von digitalen Tafeln unterstützt.

Um mein Surface Go in jedem Fall kabellos mit dem vorhandenen Bildschirm verbinden zu können, gehört der Microsoft Wireless Display Adapter zu meinem Technik-Set. Ich kann den Wireless Display Adapter einfach in den HDMI-Eingang des Fernsehers oder Beamers einstöpseln. Für die Stromzufuhr dient entweder ein USB-Anschluss direkt daneben oder – falls die HDMI-Buchse einzeln oder abseits liegt – mein mitgebrachtes Ladegerät.

Logitech Presenter zum Steuern von Präsentation

Meine Workshops gestalte ich so lebendig wie möglich – gerne mit Live-Demos und praktischen Übungen. Trotzdem hat jedes Seminar erklärende Anteile, in denen ich einfach nur Infos vermitteln will. Dafür bereite ich bildstarke Präsentationen mit PowerPoint vor.

Um während der Fortbildung von Folie zu Folie zu blättern, habe ich gerne einen Presenter in der Hand. Bei jedem Tastendruck springt die Präsentation einen Schritt weiter, auf Wunsch auch zurück. Alternativ kannst Du vielleicht auch den Surface Pen oder Deine Smartwatch als Presenter nutzen. Hier im Blog findest Du bereits die passenden Anleitungen dafür:

Mein Technik-Set ist natürlich eine individuelle Lösung für meine Bedürfnisse als Trainer und Dozent. Ich fühle mich damit für alle Situationen vor Ort gewappnet.

Über den Autor

Ich bin Stefan Malter aus Dortmund. Hier im Blog zeige ich Dir, wie Du mit Microsoft 365 viel Zeit und Arbeit sparst. Dafür wurde ich mehrfach als Microsoft MVP und als Microsoft Innovative Education Expert ausgezeichnet.

Stefan Malter, Autor und Medientrainer aus Dortmund

4 Gedanken zu „Technik-Set für Seminare und Präsentationen: Tipps für Hardware“

  1. Sehr geehrter Herr Malter. ich bin zwar kein Lehrer schaue aber dennoch immer Mal wieder vorbei in möchte auch Mal etwas schreiben. Wir haben vier Kinder in der Schule und was man da so erlebt… Falsch in PDF eingefügte Bilder, Lehrer können keine jpg Dateien öffnen… Oder Aussagen wie: auf meinem Windows 7 läuft das Video aber… Naja, es gibt noch einiges zu tun.

    Antworten
  2. Hallo Herr Malter,

    haben Sie einen Tipp bezüglich Presenter, denn an unserem Display (interaktive Tafel) sieht man den Laserpointer nicht.

    Viele Grüße
    Burkart Pecher

    Antworten
    • Hallo Herr Pecher! Ich habe bislang gute Erfahrungen mit meinem Logitech-Presenter gemacht. Je nach Lichtverhältnissen sieht man den roten Punkt aber tatsächlich kaum. Dann behelfe ich mir meist einfach mit dem in die Apps integrierten Laserpointer, zum Beispiel in PowerPoint oder in Microsoft Whiteboard. Die muss man dann allerdings direkt am Laptop bzw. Tablet steuern. Beste Grüße und danke für Ihre Treue, Stefan Malter

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