Microsoft Copilot für Schulen und Lehrer – teilweise kostenlos!

Wie können Lehrer den KI-Assistenten Microsoft Copilot nutzen? Welche Lizenzen gibt es schon für Schulen? In diesem Beitrag erfährst Du zudem, wo der intelligente Chatbot schon überall drin steckt – auch für Lehrkräfte teilweise kostenlos.

Darüber hinaus biete ich auch Schulungen für Microsoft Copilot an. In meinen Workshops vermittle ich die wichtigsten Möglichkeiten für den Einsatz von KI – natürlich immer mit Beispielen aus der Praxis.

KI erobert Schule und Unterricht

Kaum eine Technologie ist so schnell im sonst eher behäbigen Bildungsbereich angekommen wie Künstliche Intelligenz. Viele Lehrende verbinden damit auch die Hoffnung auf Unterstützung und Entlastung – von der automatisierten Schulorganisation bis zur kreativen Unterrichtsvorbereitung. Viele Tipps und Anleitungen dafür findest Du bereits hier im Blog.

Auch inhaltlich kommen Bildungseinrichtungen nicht drum herum, das Thema zu behandeln. KI verändert die Berufswelt rasant. Darauf müssen wir Schüler*innen vorbereiten. Gleichzeitig müssen Kinder und Jugendliche eben auch lernen, nicht auf künstlich generierte Fake-Inhalte hereinzufallen. Da sind wir wieder beim Stichwort Medienkompetenz.

Speziell für Schulen entwickelt Microsoft immer wieder neue Tools, die auf KI basieren. Dazu gehören zum Beispiel der Lesecoach für Schüler oder der Mathematik-Assistent in OneNote. Besonders gefragt ist nun eben auch Microsoft Copilot – nach ChatGPT der wohl gefragteste KI-Assistent.


Vorteile von Microsoft Copilot für Schulen

Auf der Bildungsmesse didacta in Köln hat Microsoft die Möglichkeiten von Copilot für Schulen und Lehrer vorgestellt. Der Konzern wirbt damit, dass die Technologie mehr kann als andere KI-Lösungen und deshalb gerade im Bildungsbereich viele Vorteile hat.

Präsentation von Microsoft Copilot auf der didacta 2024
Präsentation von Microsoft Copilot auf der didacta 2024
  • Bekanntermaßen hat Microsoft eine Partnerschaft mit OpenAI, dem Konzern hinter ChatGPT. Deshalb basiert Copilot auf deren aktuellen KI-Modellen mit GPT-4 Turbo für Text und DALL-E 3 für Bilder.
  • Anders als ChatGPT macht Copilot transparent, auf welchen Quellen seine Antworten basieren. Das können zum Beispiel Internetseiten sein, je nach Lizenz auch Dokumente und Daten innerhalb eines Schulkontos. Diese Transparenz finde ich gerade im Wissensbereich elementar – auch um weiter zu recherchieren und Ergebnisse der KI gegenchecken zu können.
  • Das kostenlose ChatGPT greift zurzeit nur auf Daten bis April 2023 zurück. Copilot dagegen kann aktuelle Infos aus dem Internet einbeziehen – auch dank Verbindung zur Suchmaschine Microsoft Bing. Davon profitieren zum Beispiel Lehrkräfte, die im Unterricht gegenwärtige Ereignisse besprechen möchten.
  • Microsoft wirbt auch mit seinem „Zertifizierten Datenschutz“. Demnach speichere Copilot keine Prompts oder generierte Antworten darauf. Was Lehrer und Schüler eingeben, werde verschlüsselt und auch nicht dazu verwendet, das KI-Modell zu trainieren.

Copilot ausprobieren – aber wo und wie?

Microsoft integriert seinen KI-Assistenten zurzeit in so ziemlich jede Software. Als Lehrer*in kannst Du Copilot auf verschiedene Arten kostenlos nutzen, zum Beispiel:

Webseite von Microsoft Copilot
Webseite von Microsoft Copilot

Das alles klappt wahlweise mit einem persönlichen Microsoft-Konto oder mit einem beliebigen Benutzerkonto für Microsoft 365 Education, das Du von Deiner Bildungseinrichtung zur Verfügung gestellt bekommst. Bei der Anmeldung mit Schullizenz siehst Du auf der Website den Hinweis, dass Deine Daten geschützt sind.

Übrigens: Neben Lehrkräften können auch Studierende ab 18 Jahren den KI-Assistenten nutzen – sofern die Hochschule ihnen ein Bildungskonto anbietet. Zudem prüft Microsoft zurzeit, inwiefern man Copilot auch für Schüler*innen ab 13 Jahren freigeben kann und möchte.


Microsoft Copilot in den Office-Programmen

Einen Knackpunkt gibt es noch: Besonders groß ist nämlich das Interesse an der Integration der KI in die bekannten Office-Programme von Microsoft. Ich habe Copilot in Word und Copilot in OneNote schon ausgiebig testen können.

Copilot in Word auf eine Datei verweisen
Copilot in Microsoft Word

Jetzt wird’s für Schulen allerdings etwas komplizierter:

  • Die kostenlose Lizenz für Microsoft 365 Education enthält die Office-Software ja nur als Web-Apps im Browser.
  • Mit einer kostenpflichtigen Schullizenz lassen sich die Programme auch auf dem PC installieren und nutzen. In einem separaten Blog-Beitrag erfährst Du mehr über Microsoft 365 für Lehrer.
  • Um Copilot innerhalb von Word, PowerPoint, Teams & Co. nutzen zu können, benötigt man noch eine zusätzliche Lizenz. Die wiederum kostet aktuell 30 US-Dollar – und zwar pro Benutzer und pro Monat!

Bei diesem Preis kann es sich wohl kaum eine Schule leisten, jeder Lehrkraft oder gar den Schülern so einen Zugang zur Verfügung zu stellen. Denkbar sind aus meiner Sicht höchstens einzelne Lizenzen für Microsoft 365 Education mit Copilot, zum Beispiel für ausgewählte Mitglieder der Schulleitung.

Alternativ hast Du die Möglichkeit, die Lizenz privat zu beziehen, also mit einem persönlichen Benutzerkonto. Copilot Pro nennt Microsoft dieses Angebot.

Viele hoffen, dass der Konzerns in Zukunft noch ein erschwingliches Angebot für Bildungseinrichtungen stricken wird. Mit Hochschulen gab und gibt es ja immer wieder spezielle Vereinbarungen. Bis dahin müssen Lehrer und Schüler wohl in der Regel auf die Integration in den Office-Apps verzichten. Immerhin kannst Du zahlreiche KI-Funktionen ohne Copilot nutzen.

Nutzt Du den KI-Assistenten schon für Schule und Unterricht? Inwiefern ist Microsoft Copilot für Dich als Lehrkraft eine Hilfe und Unterstützung? Schreibe mir doch gerne mal, welche Erfahrungen Du mit der Technologie machst – am besten als Kommentar unter diesen Beitrag!

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